Was macht ein Growth Marketer?
Ein Growth Marketer sorgt dafür, dass ein Unternehmen planbar wächst. Er liest die Zahlen aus Website, Kampagnen und Vertrieb, findet den größten Engpass auf dem Weg vom ersten Kontakt bis zum Auftrag und priorisiert die Maßnahmen, die dort am meisten bewirken. Jede Maßnahme wird gemessen, damit Entscheidungen auf Daten beruhen statt auf Bauchgefühl.
Hilft auf Stufe 4: Planbar wachsenWachstum statt einzelner Kanäle
Klassisches Marketing denkt oft in Kanälen: hier ein Newsletter, da eine Anzeige, dort ein Beitrag auf LinkedIn. Ein Growth Marketer schaut auf den ganzen Weg, den ein Kunde geht, von der ersten Berührung über die Website bis zur Anfrage und zum Auftrag. Die Frage lautet nicht „Welcher Kanal ist gerade angesagt?“, sondern „Wo verlieren wir die meisten Interessenten?“
Die typischen Aufgaben
- Zahlen lesen: Analytics, Search Console, Anzeigenkonten und CRM gemeinsam betrachten.
- Engpass finden: zu wenige Besucher, zu wenige Anfragen oder zu wenige Abschlüsse.
- Priorisieren: aus vielen Ideen die drei mit dem größten Hebel auswählen.
- Testen: Angebotsseite, Anzeigentext oder Ansprache gezielt verändern und vergleichen.
- Nachhalten: Was wirkt, wird ausgebaut. Was nicht wirkt, wird beendet.
Ein Beispiel aus der Praxis
Eine Beraterin bekommt über ihre Website zwei Anfragen im Monat. Sie überlegt, mehr auf LinkedIn zu posten. Der Blick in die Zahlen zeigt: Besucher gibt es genug, aber kaum jemand klickt von der Leistungsseite zum Kontaktformular. Der größte Hebel ist also nicht mehr Reichweite, sondern eine klarere Leistungsseite. Erst danach lohnt sich der Ausbau auf LinkedIn.
Woran du erkennst, dass dir diese Rolle fehlt
- Du hast mehr Ideen als Zeit und weißt nicht, womit du anfangen sollst.
- Maßnahmen laufen, aber niemand prüft, was sie bringen.
- Entscheidungen fallen aus dem Bauch oder nach dem letzten Trend.
Voraussetzung für gute Entscheidungen ist eine saubere Messung. Welche Zahlen für den Anfang reichen, steht unter Welche Zahlen deiner Website du kennen solltest.
Brauchst du dafür jemanden im Team?
Nicht unbedingt. Oft reicht ein externer Growth Berater, der jede Woche mit dir auf die Zahlen schaut, mit dir priorisiert und nachhält, was beschlossen ist. Umsetzen kannst du selbst, mit deinem Team oder mit Dienstleistern. Wann dieses Modell besser passt als eine Agentur, erklärt Wann lohnt sich Marketing-Sparring statt Agentur?. Wie es bei quik aussieht, steht bei der Growth Beratung.